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2026-02-23 16:39:54 +01:00

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title: Handout Choreografieren
author: Pete Moor
converted: 2026-02-23 16:05:02
source: Handout-Choreografieren.pdf
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# Handout Choreografieren
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Ergänzungsfach Sport / Gymnasium Biel-Seeland GYM4 / 2022 Pete Moor
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Bewegen zu Musik / Choreografieren / Bewegungsgestaltung 1 Musiktempo zur Bewegung bestimmen Das Tempo der Musik ist absolut relevant, wenn es die Bewegungsausfüh-rung unterstützen soll. Es beeinflusst das Bewegungstempo der Bewe-gungsausführung unmittelbar. Das Tempo der Musik und das der Bewe-gungsausführung müssen übereinstimmen. a) Musiktempo bestimmen Tempoangabe in bpm (beats per minutes). Manuell mit Uhr oder mit bmp-tapping-App bestimmen. b) Tempo der Grundbewegungsformen Unterschiedliche Bewegungsformen verlangen unterschiedli-che Musiktempi. Beispiele: 2 Umgang mit Struktur von Musikstücken Musikstücke sind normalerweise in Abschnitte eingeteilt: Takte Ein Takt besteht i.d.R. aus: vier beats (4/4-Takt). Bei Gestaltung meist zwei 4/4-Takte zusammengefasst: Musikbogen Musikbogen: 8 beats bilden eine Zählzeit Um die Struktur eines Musikstückes zu erfassen, wird es ausgezählt: für jede Zählzeit einen Strich ma-chen und danach in Grundelemente strukturieren. Grundelemente eines Songs sind Intros, Strophen, sich wiederholende Refrains, Bridges (Zwischenspiele) und Outros. Übung (Sofa Song, The Kooks): Beispiel: II Intro 2x8 Zählzeiten IIIl IIIl 1. Strophe 8x8 Zählzeiten IIII Refrain 4x8 Zählzeiten IIIl IIIl 2. Strophe 8x8 Zählzeiten II Bridge 2x8 Zählzeiten IIII Refrain 4x8 Zählzeiten IIII Refrain (Wdh.) 4x8 Zählzeiten II Outro 2x8 Zählzeiten
Bewegungsform bpm Laufen Hüpfen VB jonglieren FB dribbeln BB prellen
Tipp: klar struktu-rierte Musikstücke sind einfacher für die Gestaltung eines Tanzes!
Tempo und Gestaltung: Beim Gestalten können Sie auch nur jeden zweiten beat zählen (Bewegung verlang-samen) oder verdoppeln (Be-wegungstempo erhöhen)
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Ergänzungsfach Sport / Gymnasium Biel-Seeland GYM4 / 2022 Pete Moor
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3 Wie Tänze oder rhythmische Bewegungsabfolgen erarbeitet werden Gestaltungsart Hip-Hop-Battle, Volkstanz, Gerätekomposition, hier: Gestaltung mit Ballspielgesten ... Inhalt (für Sie: welche Ballspielart) Typische Bewegungen und Bewegungsmus-ter, die eingebaut werden könnten Aufgabe: Sammeln Sie typische Gesten Ihres Spiels mit und ohne Ball ohne an eine mögli-che Realisierung zu passen Sammeln Sie auch, indem Sie improvisieren, erproben … Legen Sie sich fest auf mind. 4 Ges-ten/Bewegungen
Beginnen Sie, obige Bewegungen zu rhythmisie-ren Bestimmte Bewegungen gestalten: rhythmi-sieren, abändern, verbinden, .... • z.B. Basketball: 1-4 prellen rechts, 5-6 prell durch Beine nach links, 7-8 prell durch Bei-ne nach rechts • z.B. Volleyball: 1-2 Manchette nach rechts vorne, 3-4 2x seitwärts hüpfen nach rechts, 5-6 Manchette nach links vorne, 7-8 2x seitwärts hüpfen nach links
Passenden Song finden, auszählen a) ideales Tempo der obigen Bew. bestimmen b) Song finden Auszählen Ausschnitt wählen Analog zur Übung auf Seite 1 für Sie: mind. 2 Refrains enthalten
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Ergänzungsfach Sport / Gymnasium Biel-Seeland GYM4 / 2022 Pete Moor
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4 Choreografische Prinzipien Unter Tanzgestaltung wird eine inhaltliche und formale Entwicklung eines Themas verstanden, das in einen bewussten Verlauf und eine bewusste Form gebracht wird, eine klare Gliederung enthält und wie-derholbar ist. Mittels choreografischer Prinzipien können interessante und motivierende Effekte der Ge-staltung erzielt werden. Es werden grundsätzlich drei grosse Prinzipien unterschieden: • Variationen des Raums, Raumebenen unterschiedlich nutzen: o vertikal: Luft, auf Boden stehend, am Boden o horizontal: Formation wie Reihe nebeneinander-hintereinander, Diagonale, Pulk, Quadrat, …; an Ort, wenig vs. viel Raum eng vs. weit ➝ Bemerkung zu Kreisformation: eignet sich für Volkstänze aber nicht für eine Bühnendar- stellung (≠ mit Rücken zu Publikum) o Symmetrie: symmetrische vs. asymmetrische Bilder o Kontakte untereinander herstellen: alleine vs. miteinander vs. gegeneinander o … • Variationen der Zeit: o Synchronität: synchron vs. kanonartig vs. kombiniert o Slowmotion (Zeitlupe) o langsame vs. normale vs. schnelle Bewegungsausführung o fliessend vs. staccato o freeze vs. Bewegung o ... • Variationen der Dynamik: o kraftvoll vs. fein o Sprünge o hart vs. weich o Bewegungsumfang: grosse vs. kleine Bewegungen o ... Unterschiedliche Wirkungen der Gestaltung durch die Wahl ver-schiedener choreografischer Mittel erzeugen z.B. durch …
Welche Variationen in Raum, Zeit und Dynamik sind bei Ihrer Gestaltung geplant?
slow and fast: A bewegt sich in Slowmotion, die An-deren in schnellem Tempo
Kanon: Zwei oder mehrere Personen tanzen die gleiche Kombination aber zeitlich versetzt
Pulk: Die Gruppe bewegt sich auf sehr engem Raum
Chaos: Jede Tänzerin hat einen eigenen Raumweg
Pause: Jede Tänzerin baut Pausen ohne Be-wegung ein
Melange: Diverse Ideen der Post-it-Zettel vermi-schen
Reihe: Die Kombination wird in einer Reihe ge-tanzt; hintereinenan-der, nebeneinander
Chaos: Jede Tänzerin hat einen eigenen Raumweg
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Ergänzungsfach Sport / Gymnasium Biel-Seeland GYM4 / 2022 Pete Moor
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5 Storyboard Um eine Gestaltung zu konzipieren, ist es hilfreich, eine Art Drehbuch zu skizzieren. Was geschieht wann, in welchem Moment des Songs, welche Wirkung durch welche Aufstellung, welche Moves, …